Im HÖRAlltag: wie geht’s?

Bei der Arbeit und im Alltag bin ich überwiegend mit Guthörenden in Kontakt.
Ich nutze alle Sinne, die mir zur Verfügung stehen, die auditive Wahrnehmung (mit Technik wie dem CI), das Mundabsehen (maximal ca. 27-30% der gesprochenen Sprache sind vom Mund ablesbar), die Deutung von Mimik, Gestik und Körpersprache, Einschätzen der Situation.
Die Hör-/Kommunikationstaktik ist ein komplizierter und geistig anstrengender Vorgang, wenn sich die Gesprächspartner überwiegend der auditiv ausgerichteten Unterhaltungsform bedienen.
Wie das Hören mit Technik sind Mundabsehen, die Deutung von Körpersprache und die Kombinationsarbeit in der Möglichkeit, den Hörverlust auszugleichen mehr oder weniger begrenzt. Sie sind daher nur Hilfsmittel, die in ihrer Gesamtheit das Verstehen erleichtern können.
Gebärdensprache und Fingeralphabet setze ich ein, wenn ich mit Gebärdensprachnutzenden zusammen bin.
Bei großen Sitzungen mit mehr als 5-8 Teilnehmenden setze ich für mich Dolmetschende ein: je nach Verfügbarkeit Dolmetschende für Deutsche Gebärdensprache und Deutsch oder Schriftdolmetschende.
P.S. „Hören“ ist nicht gleichzusetzen mit Sprachverstehen.